Mundtot und eingekerkert

Veröffentlicht: 7. Dezember 2010 in News

Nachdem man Julian Assange dem Mitgründer der Onlineplattform Wikileaks den Geldhahn abdrehte und auch sein persönliches Konto bei Postfinance sperrte, haben jetzt in London die Handschellen geklickt. Gesucht wurde der gebürtige Austrialier wegen Vergewaltigungsvorwürfen aus Schweden.

Auch sein Anwalt hatte die Anschuldigungen zuvor als „politischen Trick“ bezeichnet – und der britischen Polizei ein Treffen mit Assange angeboten. Dabei sollten offene Fragen geklärt werden.

Obwohl der britischen Polizei der Aufenthaltsort des früheren Hackers seit längerem bekannt gewesen sein soll, war es zunächst nicht zu einer Festnahme gekommen. Der Grund war ein fehlerhafter Haftbefehl der schwedischen Behörden.

Anwalt Mark Stephens hatte in den vergangenen Tagen mehrfach gesagt, der Haftbefehl sei eine Farce. Er werde alles tun, um die Auslieferung seines Mandanten nach Schweden zu verhindern. Stephens befürchtet, das skandinavische Land könnte Assange in die USA ausliefern.

Jennifer Robinson, eine weitere Anwältin des Australiers, sagte nun, sie vertraue darauf, dass ihr Mandant in Großbritannien einen fairen Prozess erhalten werde. In den USA allerdings gingen die Chancen dafür „gegen Null“. Die Anwälte wollen offenbar erreichen, dass Assange gegen Zahlung einer Kaution bald wieder auf freien Fuß gesetzt wird. Zitat Süddeutsche Zeitung

Selbst das letzte Kind dürfte inzwischen etwas mit dem Namen Julian Assange anfangen können, so war er doch in der letzten Zeit der meist gesuchte Mensch der Welt.

Von allen Seiten stürzten sich die Massenmedien auf die veröffentlichen Depeschen in denen Politiker in aller Welt bewertet wurden. Plötzlich war jeden gewahr, dass es so etwas wie Wikileaks überhaupt gibt – schließlich hat Wikileaks schon mehrfach brisantes Material den Wahrheit suchenden zur Verfügung gestellt, doch stets war das mediale Interesse nahe Null. Diese Aufmerksamkeit in Verbindung das der Inhalt nicht nur Lücken ohne Ende aufweist und vor allem teilweise den USA gehörig in die Hände spielen, lässt zu mindest mich an der ganzen Sache zweifeln. Zumal man von einem intelligenten Mann wie Julian erwarten sollte, das dieser den Unterschied zwischen 3Mio (angekündigten) und 250000 (veröffentlichen) Dokumenten kennt.

Wir bleiben am Ball.

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